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Gleichwohl fuhr Noser weiter und bot ein mentales Aufbautraining in positivem und optimistischem Denken, ausdrücklich als Gegengewicht gedacht zu den ewigen Pessimisten, die früher vor den Japanern und heute vor den Indern und Chinesen warnten.
Zwar seien die indischen Informatiker tatsächlich die günstigeren Arbeitskräfte, räumte Noser ein. Vergleiche man aber die in einer ETH-Studie gemessene markant höhere Motivation hiesiger Fachleute, dann zeichne sich doch ein Umdenken ab. Im Übrigen basiere eine friedliche Welt auf dem wirtschaftlichen Wohlergehen aller Nationen, was die Amerikaner noch nicht begriffen hätten, merkte Noser kritisch an, der in diesem globalen Zusammenhang auch ein Bekenntnis zu Europa ablegte. Die Schweiz habe keine Zukunft ohne Europa, rief er in den Saal und munterte die Anwesenden auf, die Stärken unserer Gesellschaft zu nutzen: Vielsprachigkeit, gute Ausbildung, hohe Motivation und Flexibilität, alles Qualitäten, welche eine hohe Konkurrenzfähigkeit ermöglichten.
Freilich gestattete sich Noser doch noch einen kritischen Blick auf die Schweiz, wo er einige Defizite feststellte, etwa die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern fehlenden Tagesschulen oder im mangelnden Mut, den Föderalismus auch als Wettbewerbssystem zu nutzen. Der Politik warf Noser Ängstlichkeit gegenüber neuen Lösungen vor. Immer heisse es, die Idee sei zwar gut, aber sie lasse sich hier nicht umsetzen. In der Industrie sei man aufgeschlossener und weniger pessimistisch, schloss der Unternehmer und Nationalrat seine Rede.
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