LERNEN MAIL LERNENDE MAIL LEHRPERSONEN
BBW
HOME
MATURITÄTSFEIER 2004
Mentales Aufbautraining
(Quelle: Der Landbote vom 8. Juli 2003)

 


FDP-Nationalrat Ruedi Noser hat sich als Mutmacher an der Berufsmaturitätsfeier im Anton-Graff-Haus erwiesen.

Prominent besetztes Rednerpult an der diesjährigen Berufsmaturitätsfeier im Anton-Graff-Haus: FDP-Nationalrat Ruedi Noser, selbst ein Absolvent der technischen Berufsmittelschule und einst Stift bei Rieter, relativierte gleich zu Beginn die rituale Bedeutung solcher Reden mit dem Hinweis darauf, dass er sich jedenfalls an keine einzige Ansprache erinnern könne.

Gleichwohl fuhr Noser weiter und bot ein mentales Aufbautraining in positivem und optimistischem Denken, ausdrücklich als Gegengewicht gedacht zu den ewigen Pessimisten, die früher vor den Japanern und heute vor den Indern und Chinesen warnten.

Zwar seien die indischen Informatiker tatsächlich die günstigeren Arbeitskräfte, räumte Noser ein. Vergleiche man aber die in einer ETH-Studie gemessene markant höhere Motivation hiesiger Fachleute, dann zeichne sich doch ein Umdenken ab. Im Übrigen basiere eine friedliche Welt auf dem wirtschaftlichen Wohlergehen aller Nationen, was die Amerikaner noch nicht begriffen hätten, merkte Noser kritisch an, der in diesem globalen Zusammenhang auch ein Bekenntnis zu Europa ablegte. Die Schweiz habe keine Zukunft ohne Europa, rief er in den Saal und munterte die Anwesenden auf, die Stärken unserer Gesellschaft zu nutzen: Vielsprachigkeit, gute Ausbildung, hohe Motivation und Flexibilität, alles Qualitäten, welche eine hohe Konkurrenzfähigkeit ermöglichten.

Freilich gestattete sich Noser doch noch einen kritischen Blick auf die Schweiz, wo er einige Defizite feststellte, etwa die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern fehlenden Tagesschulen oder im mangelnden Mut, den Föderalismus auch als Wettbewerbssystem zu nutzen. Der Politik warf Noser Ängstlichkeit gegenüber neuen Lösungen vor. Immer heisse es, die Idee sei zwar gut, aber sie lasse sich hier nicht umsetzen. In der Industrie sei man aufgeschlossener und weniger pessimistisch, schloss der Unternehmer und Nationalrat seine Rede.

 

164 haben bestanden.

Walter Häsli, Mitglied der BMS-Leitung, verkündete die Resultate: 184 Kandidaten waren zur Schlussprüfung angetreten, 164 haben bestanden, was einer Erfolgsquote
von knapp 90 Prozent entspricht. Absolut Bester mit der neuen Marke von 5,9 war
der auch an den Berufsmeisterschaften erfolgreiche Timon Achtnich. Auf Platz
zwei beziehungsweise drei figurieren
Monika Thaler und ex aequo Nicole Lifart
und Michal Buri.

Als Leiter der Berufsmittelschule an der GIBW wurde der in Pension gehende Armin Ehrensperger nach 16-jährigem Wirken in diesem Amt verabschiedet. In seine Zeit fiel die Einführung der eidgenössischen Berufsmaturität und die Lancierung der auf grosse Nachfrage stossenden BM-Jahreskurse. (am)

 


































Bilder der Diplomfeier (H.J. Humm):

     

 Buffalo Bassaville Band

  Brandrede

Schüler der BMS 1


zurück